Welche Stoffe Sie meiden sollten und deren mögliche Auswirkungen auf die Gesundheit 

Kosmetikprodukte werden durch ihre positiven Charakteristika in der Werbung gelobt. Sie versprechen Schönheit, Erfolg und weitere positive „Nebeneffekte“. Dass sich in vielen der alltäglich verwendeten Kosmetikartikel jedoch gefährliche Inhaltsstoffe befinden, scheint vielen Käuferinnen und Käufern jedoch nicht bewusst zu sein. 

Laut der Umweltorganisation Global 2000 beinhaltet ein Großteil der in Drogeriemärkten erhältlichen Bodylotions, Aftershaves und auch Zahnpasten „hormonell wirksame Chemikalien“. Die Inhaltsstoffe, die besonders besorgniserregend sind, sind „Konservierungsmittel aus der Gruppe der Parabene und chemische UV-Filter“.

Welche Auswirkungen können Kosmetikprodukte auf unsere Gesundheit haben?

Die gefundenen „hormonell wirksamen Chemikalien“ in Kosmetikprodukten können mit einer Vielzahl an Erkrankungen, die beim Menschen gefunden wurden, in Verbindung gesetzt werden. Dabei sind Reizungen der Haut oder auch allergische Reaktionen ein kleineres Übel. Viele der Stoffe, die wir täglich auf unsere Haut auftragen, setzen sich im Körper ab. Nur wenige Kunden/Kundinnen denken jedoch darüber nach, dass ihre gesundheitlichen Probleme wie Kopfschmerzen oder Müdigkeit ihre Ursache im Gebrauch von Kosmetikprodukten haben könnten. 

Wie die Salzburg 24 berichtet, können die Chemikalien in Kosmetikprodukten  unter anderem „Beeinträchtigungen des Fortpflanzungssystems“, „Hormon-assoziierten Krebsarten“ und „Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern“ verursachen.   Triclosan ist beispielsweise eine Chemikalie, die als Pestizid klassifiziert ist und den Hormonhaushalt des menschlichen Körpers stark beeinflussen kann. Besonders Schilddrüsenhormone, welche für einen gesunden Stoffwechsel wichtig sind, können außer Gleichgewicht gelangen.  Auch Parabene werden häufig in der Kosmetikindustrie eingesetzt. Sie sind Verbindungen, die „als Konservierungssoffe und antimikrobielle Substanzen in Cremes, Lotionen“, Salben oder auf Deodorants beigesetzt werden. Diese werden anschließend von der Haut in den Körper aufgenommen und wurden bereits „bei Biopsien in Brusttumoren gefunden“.

Welche Rolle spielt die Politik?

Die Europäische Kosmetikverordnung regelt die Produktion und Vermarktung von Kosmetikprodukten. Durch diese Regelung gilt gesetzlich, dass einige schädliche Stoffe  bis zu einem gewissen Grad verboten sind. Somit dürfen manche Giftstoffe aber trotzdem verwendet werden, solange bestimmte Grenzwerte eingehalten werden. Einige Länder wollen sich nun gegen diese Gesetze „ohne Verordnungen der EU“ stellen. Dänemark hat zum Beispiel die Verwendung von Propylparaben und Butyparaben für Kinder bis zu 3 Jahren ganzheitlich verboten. Dies ist zumindest ein Beginn in eine gesundheitsfördernde Richtung im Bereich der Kosmetikrichtlinien.  Österreich hat sich bisher jedoch noch nicht für ein Verbot dieser Stoffe eingesetzt.

Wie kann ich mich selbst schützen?

Wichtig ist es für Käuferinnen und Käufer sich genau zu informieren, welche Inhaltsstoffe sich in Ihren Lieblingsprodukten befinden und sich dafür eine gesündere oder sogar gesundheitsfördernde Alternative zu suchen. Wer sich vor Erkrankungen, die von Inhaltsstoffen der Kosmetikindustrie ausgelöst werden können schützen will, sollte vor allem auf  „die drei Substanzen Parabene, Ethylhexyl Methoxycinnamate und Alcoholdenat“ achten und diese meiden. Ist keiner dieser Stoffe in Ihrem gewünschten Produkt enthalten, ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Produkt hormonell wirksame Chemikalien beinhaltet deutlich niedriger. Um auch weitere schädliche Inhaltsstoffe sicher vermeiden zu können, gibt es bereits Apps, mit denen ein Produktcheck rasch durch das Einscannen von den Barcodes auf den Produkten durchgeführt werden kann.