Was tun bei Neurodermitis und Windeldermatitis

Die Haut von Babys und Kleinkindern ist viel empfindlicher als die von Erwachsenen.  Besonders durch den Wechsel der Jahreszeiten haben die Kleinen oft mit geröteten oder auch schuppigen Hautstellen zu kämpfen, aber auch beim Wickeln sollten einige wichtige Dinge beachtet werden.(1)

Warum ist die Haut von Kindern so sensibel?

Erwachsene Menschen werden durch ihre Haut von Keimen, Hitze oder Kälte geschützt. Die Haut hat nämlich die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass nicht zu viel Flüssigkeit verloren geht. Bei Kindern, insbesondere bei Babys  ist jedoch der sogenannte „Säureschutzmantel“ noch nicht vollständig ausgebildet. Teil davon sind die Talgdrüsen, welche die Haut schützen, indem sie diese einfetten. Bei Babys arbeiten die Talgdrüsen noch nicht wie bei Erwachsenen, weshalb ihre Haut auch schneller austrocknen kann. Dies kann bei den Kleinen zu Juckreiz, offenen Stellen und Entzündungen führen. Um dies zu vermeiden, sind Babys und Kleinkinder auf die Hilfe ihrer Eltern angewiesen, die sie mit der richtigen Pflege versorgen.(2)

Neurodermitis: Was nun?

Wenn Ihr Kind unter Neurodermitis leidet, wissen Sie bestimmt, dass man bei der Hautpflege sehr vorsichtig sein sollte. Besonders zu beachten ist hier, dass die Pflegeprodukte keine Duftstoffe oder auch andere Zusatzstoffe enthalten dürfen. Da Produkte ohne Zusatzstoffe nicht so lange haltbar sind, empfiehlt es sich diese im Kühlschrank zu lagern. Außerdem sollte auch bedacht werden, dass Harnstoff nur in geringen Mengen enthalten sein darf. Ist dies nicht der Fall, spüren Kinder mit Neurodermitis ein brennendes Gefühl beim Auftragen auf die Haut von Produkten mit diesem Inhaltsstoff. Zusätzlich sollte die Hautpflege der Kinder mit diesem Krankheitsbild unbedingt mit dem betreuenden Arzt besprochen werden, um Risiken auszuschließen.(3)

Windeldermatitis und Hautreizungen

Zum Thema Wickeln und Pflege des Windelbereichs gibt es die unterschiedlichsten Meinungen. Was man aber sicher sagen kann, ist, dass bei Rötungen definitiv etwas unternommen werden muss.(4) In den ersten paar Lebensmonaten leiden Babys besonders häufig an Windeldermatitis. In vielen Fällen kommt es dazu, wenn Windeln zu selten gewechselt werden. Durch die feuchte Windel wird die Haut stark belastet, denn die Nässe führt zum Aufquellen der Haut. Dadurch ist diese viel anfälliger für mechanische Reize. Zudem „wird die natürliche Barrierefunktion der Haut angegriffen, sodass Fremdstoffe leichter eindringen können.“  Außerdem kommt die Haut mit schädlichen Stoffen aus Urin und Stuhl über mehrere Stunden in Berührung. Durch diese Belastung der Haut sind ideale Bedingungen für die Ansiedlung von Pilzen und Bakterien geschaffen.(5) Weitere Reizungen können auch durch die Verwendung von Feuchttüchern auftreten.(6)

Tipps rund um die Hautpflege beim Wickeln

Die Windeln sollten zumindest alle 3 bis 4 Stunden gewechselt werden. Wenn die Windel schon früher voll ist, sollte diese sofort gewechselt werden, um die Haut des Babys vor den schädlichen Stoffen aus dem Urin und Stuhl zu schützen. Wenn Sie Cremes verwenden, sollten Sie jedes Mal, wenn das Baby gewickelt wird, Rückstände der Creme entfernen. Nachdem Sie die Windelregion gesäubert haben, muss diese unbedingt gut abgetrocknet werden. Außerdem ist es wichtig, möglichst viel Luft an die Haut des Babys zu lassen. Falls Ihr Baby schon wunde Stellen aufweist, sollten Sie so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen, um eine Infektion zu vermeiden.(7)

Quellenhinweise

  1. https://www.rund-ums-baby.de/gesundheit/pflege-der-empfindlichen-kinderhaut-im-winter.htm
  2. https://www.rund-ums-baby.de/gesundheit/pflege-der-empfindlichen-kinderhaut-im-winter.htm
  3. https://www.hautpflege.info/hautpflege-fuer-kinder/
  4. https://www.bunte.de/family/schwangerschaft-geburt-baby/baby-kleinkind/baby-gesundheit/vom-gesicht-bis-zum-popo-5-fakten-zur-hautpflege-fuer-dein-baby-die-du-kennen-solltest.html
  5. https://www.dha-allergien.de/windeldermatitis.html
  6. https://www.bunte.de/family/schwangerschaft-geburt-baby/baby-kleinkind/baby-gesundheit/vom-gesicht-bis-zum-popo-5-fakten-zur-hautpflege-fuer-dein-baby-die-du-kennen-solltest.html