Piercing Pflege Creme

Piercing Pflege – Nachsorge mit Creme, Gel und Salbe

Du willst dir ein neues Piercing stechen lassen und suchst nach Informationen rund ums Thema Piercing? Dann bist du hier genau richtig.

Im folgenden Artikel erfährst du:

  • Welche Möglichkeiten des Piercens es gibt und was du dabei beachten solltest
  • Pflegetipps für dein Piercing
  • Informationen rund um Piercing Pflegeprodukte und was tun bei Komplikationen

Worauf bei der Wahl des Piercingstudios achten?

Bauchnabelpiercing, Lippenpiercing, Helixpiercing, Intim- und Brustpiercing, – der Körperschmuck führt längst nicht mehr ein Schattendasein und erfreut sich immer größerer Beliebtheit. 

Ebenso weit verbreitet sind Piercingstudios. In Österreich reicht der Nachweiß einer abgelegten Prüfung zu medizinischen Kenntnissen rund ums Thema Piercen um ein Piercingstudio zu eröffnen. Die fachlichen Kenntnisse des Piercers werden jedoch nicht überprüft. Daraus ergeben sich auch starke Qualitätsunterschiede der zahlreichen Studios. Wer sich also ein Piercing stechen lassen will, ist gut beraten sich über sein Piercingstudio vorab zu informieren. Folgende Tipps können bei der Wahl des richtigen Studios Hilfe geben:

  • Besichtigung des Piercingstudios.
  • Informiere dich über die Vorerfahrung des Studios.
  • Such im Internet nach Rezensionen über dein Piercingstudio.
  • Lass dich bezüglich des Ablaufs vor und nach dem Stechen kostenlos beraten.

Die Wahl des Piercings – Inhaltsstoffe und Allergien

Vorsorge ist besser als Nachsorge! Wenn du bereits bekannte Unverträglichkeiten und Kontaktallergien hast, solltest du dich vorher darüber informieren woraus dein Piercing gemacht ist. Vermeide Materialien, die eine Kontaktallergie verursachen können. Lass dich diesbezüglich auch von deinem Piercingstudio beraten. Das Studio entscheidet auch über dein erstes Piercing, welches bis zur vollständigen Verheilung der gepiercten Stelle nicht herausgenommen werden soll.

Ist die Stelle erstmal verheilt, hast du die Qual der Wahl. Als kleine Orientierungshilfe, findest du hier eine Auflistung der gängigen Materialien, aus denen Piercings gefertigt werden:

Piercing-Formen
  • Titan: wird häufig als Erstpiercing verwendet, da es so gut wie frei von Nickel ist. Da Nickel ein hohes Allergiepotential aufweist, darf es laut EU Verordnung nicht mit offenen Wunden in Berührung kommen. Titan hat generell ein sehr niedriges Allergiepotential und reagiert nicht mit Körperflüssigkeiten, daher wird es auch für viele medizinische Anwendungen gerne verwendet.
  • Gold: ist wie bei allen anderen Schmuckstücken, auch bei Piercings sehr beliebt. Allerdings weist es ein höheres Allergiepotential auf und enthält auch Nickel. Zudem solltest du bei der Wahl dieses Materials auf hochwertige Legierungen zurückgreifen. Denn Legierungen unter einer Qualität von 750 verfärben sich im Laufe der Zeit.
  • Silber: Silber enthält Nickel, das auch an die Haut abgegeben wird. Piercings aus diesem Material sollten also nur verwendet werden, bei vollständig verheiltem Piercingloch und wenn bekannt ist, dass keine Nickelallergie vorhanden ist.
  • Chirurgenstahl: enthält ebenfalls geringe Mengen an Nickel. Der Nickelgehalt variiert je nach Herstellung und Legierung.
  • Platin: enthält Palladium und Kupfer. Kann als Erstpiercing verwendet werden.
  • Tierische Materialen (Knochen, Elfenbein, Holz): bei guter Verarbeitung und glatter Oberfläche eignen sich diese Materialien gut als Piercing. 
  • PTFE und andere Kunststoffe (PMFK, Acryl, Bioplast, etc.): auch hier sollte auf die Qualität geachtet werden. Generell sind Kunststoffe aber kaum allergen, leicht zu verarbeiten und daher günstig. Als Erstpiercing ist PTFE hervorragend geeignet.

Welche Arten des Piercens gibt es?

Nicht jedes Piercing wird „gestochen“. Wie dein Piercingloch erstellt wird, beeinflusst auch den Heilungsprozess. Grundsätzlich stellt das Piercen, also das Durchbohren einer oberflächlichen Körper- oder Hautstelle, für den Körper eine Wunde dar. Die Wundheilung ist abhängig von der Art des Piercens und der Wundpflege. Es gibt folgende Arten des Piercens:

  • Das klassische „Stechen“ ist wohl die häufigste Form des Piercens. Hierbei wird die entsprechende Hautstelle mit einer Kanülen-Nadel durchstochen und das Schmuckstück über die Kanüle eingeführt. Das Stechen ist eine nicht sehr invasive Art des Piercens, da durch genaues Stechen das umliegende Gewebe nicht stark in Mitleidenschaft gezogen wird.
  • Das Punchen ist eine Sonderform des Stechens. Hierbei wird das Gewebe nicht zur Seite gedrängt, sondern herausgestanzt. Der Vorteil dieser Methode ist, dass das Zug- und Spanngefühl eines frisch gestochenen Piercings dadurch vermindert wird.
  • Das Schießen wird mithilfe einer Schießpistole durchgeführt. Dieser Prozess ist allerdings invasiv und kann durch die Schießwucht das umliegende Gewebe schädigen. Vor allem bei Piercings im Knorpelbereich (Tragus, Helix, Ohrläppchen) können hier wesentliche Schädigungen auftreten. Der Heilungsprozess kann sich dadurch verzögern und im schlimmsten Fall kann sich die entsprechende Stelle entzünden. Nebenher bereitet diese Art des Piercens wohl die meisten Schmerzen.

Auf welche Art dein Piercing gestochen wird, hängt von den Kenntnissen deines Piercingstudios ab, sowie der Körper- oder Hautstelle wo der Schmuck letztendlich hinkommen soll. 

Wie pflegt man ein Piercing richtig? Pflegetipps nach dem Piercen

Piercinglöcher stellen für den Körper eine besondere Herausforderung dar. Normalerweise bildet der Körper, um eine offene Stelle zu schützen, eine Kruste über der Wunde. Genau das ist aber bei einem Piercing nicht möglich, da das Schmuckstück diese „konforme“ Art des Heilungsprozesses verhindert. Es gilt also die Heilung durch richtige Pflege und Hygiene zu unterstützen. Welche Maßnahmen sollten bei einem frisch gestochenen Piercing getroffen werden:

  • Ruhe: am Tag des Piercings sollte die frische Wunde möglichst nicht berührt werden. Ebenso empfiehlt es sich an diesem Tag zu schonen und Staub- und Schmutzbelastungen zu vermeiden.
  • Reinigung: ab dem 2. Tag darf und soll das Piercing gereinigt, aber möglichst nicht berührt werden. Zur Reinigung gibt es eigens dafür entwickelte Pflegemittel, näheres dazu weiter unten. Ebenso sollte beachtet werden, dass man das Piercing nicht öfter als 1-2 mal am Tag reinigt um den Heilungsprozess nicht unnötig zu verzögern.
  • Schonung: bis zur vollständigen Verheilung gilt keine Vollbäder, keine Saunagänge oder Solarien und keine Schwimmbäder. Das Piercing sollte nicht mit schmutzigen Fingern, Körperflüssigkeiten und (außer den dafür vorgesehenen) Kosmetikern und Pflegemittel in Berührung kommen.

Besonders zu beachten gilt bei der Nachpflege von folgenden Piercings

Oralpiercings (dazu zählen Lippenpiercings, Zungenpiercings und Piercings im Lippenbändchen): 

  • Nach der Nahrungsaufnahme sollte der Mundraum mit einer dafür vorgesehenen Spülung (bitte keine herkömmlichen Mundspülungen verwenden) gereinigt werden.
  • Auf die Art der Speisen achten: saure und salzige, sowie sehr kalte oder heiße Speisen können ein Brennen verursachen, scharfe Speisen sollten generell in den ersten Tagen vermieden werden, da sie ebenfalls die Wunde reizen.
  • Rauchen und der Austausch von Körperflüssigkeiten sind zu vermeiden.

Intimpiercings (dazu zählen u.a. Schamlippen-, Klitoris-, Triangel- und Christinapiercing): 

  • Kein Geschlechtsverkehr bis zur vollständigen Abheilung.
  • Atmungsaktive und lockere Unterwäsche kann zur Vorbeugung von Komplikationen im Zuge der Wundheilung beitragen, da die Bildung von Schweiß und Wärme ein ideales Milieu für Keime darstellt.

Piercings an Haut- und Knorpelstellen (dazu zählen Septum- und Nostrilpiercings, Tragus und alle Art von Ohrpiercings, Bauchnabelpiercings, Brustwarzenpiercings, Augenbrauenpiercings und alle anderen Arten von Gesichtspiercings):

  • Verzichte in den ersten drei Tagen auf die Verwendung von Schminke und Kosmetik, die in die Wunde gelangen könnte.
  • Bei Ohrenpiercings vermeide ebenso in den ersten Tagen die Verwendung von Haarsprays und Haargel.

Wie lange dauert der Heilungsprozess und was ist dabei normal?

Vergiss nicht, dein neues Piercing ist eine Wunde. Daher ist es gerade in den ersten Tagen vollkommen normal, dass dein Piercing noch leicht schmerzt, leicht gerötet ist, anschwillt und Wundsekret oder Blut (aber kein „Eiter“) austritt. Wenn diese Symptome nach drei Tagen nicht abgeklungen sind und sich sogar verschlimmern, suche bitte ärztlichen Rat oder dein Piercingstudio auf. 

Die Dauer der vollständigen Wundheilung hängt von der Art des Piercings ab. Die nachfolgende Liste umfasst die häufigsten Piercings und gilt lediglich als Orientierung. Die tatsächliche Verheilung kann je nach Art des Piercings und Pflegemaßnahmen davon abweichen. Bei weiteren Fragen zur Dauer und Heilungsverlauf deines Piercings, wende dich bitte an dein Piercingstudio.

Ungefähre Heilungszeit

Ohrläppchen: 4 Wochen
Knorpelpiercings: 3-6 Monate
Augenbraue: 4-8 Wochen
Nostril: 4-5 Wochen
Septum: 2-3 Monate
Zunge: 3-4 Wochen
Lippe: 4 Wochen
Brustwarze: 2-6 Monate
Bauchnabel: 3-5 Monate
Klitoris: 2-4 Wochen
Schamlippen: 6-8 Wochen

Wie lange muss ich ein Piercing pflegen?

Die richtige Antwort lautet: so lange du das Piercing trägst! Am besten ist, du bringst das Reinigen des Piercings mit den dafür vorgesehenen Pflegemittel in deiner täglichen Morgenroutine unter. Beachte dabei aber, dass es reicht das Piercing 1 bis 2 mal pro Tag zu reinigen. Übermäßiges Reinigen kann zu Allergien und Entzündungen führen.

Die Wahl des Pflegemittels – Creme, Gel oder Salbe

In der Regel nimmt dir dein Piercingstudio, zumindest am Anfang, die Wahl des richtigen Pflegemittels ab. Dennoch solltest du dich informieren, um zu wissen worauf es einem Pflegeprodukt für Piercings ankommt, bevor du es kaufst. Denn auch die Verwendung hochwertiger Pflegemittel kann ein Qualitätssiegel für ein Piercingstudio sein. 

Seit 2019 sind die alle Tattoo- und Piercingstudios gesetzlich dazu verpflichtet spezielle Hygienevorschriften hinsichtlich der verwendeten Pflegeprodukte einzuhalten.

Was ist das besondere an dermaPEAK TATTOO UND PIERCING PFLEGEPRODUKTEN

Herkömmliche Produkte sind häufig auf Basis von Mineralölen hergestellt. Diese können nicht vollständig in die Haut einziehen, sorgen bei häufiger Verwendung zur Entstehung von Trockenheit und Spannungsgefühl und zur Okklusion. 

Genau hier greifen die Pflegeprodukte von dermaPEAK ein. Denn wir verwenden nicht nur hochwertige natürliche Inhaltsstoffe wie Weihrauch, Myrrhe, Silber und Aloe Vera, sondern auch besonders reichhaltige hautreinigende und hautpflegende Pflanzenöle wie Macadamianussöl, Jojobaöl und Sheabutter. Astaxanthin schützt die gepiercte Stelle zusätzlich vor Radikalen und Panthenol hilft den Flüssigkeitshaushalt der Haut zu regulieren. 

Viele Pflegeprodukte verwenden chemische Konservierungs- und Duftstoffe, die vor allem bei frisch verheilten Piercings und Menschen mit empfindlichem Hauttyp zu allergischen Reaktionen führen können. Wir von dermaPEAK verzichten vollkommen auf Mineralöle, Silikonöle, Parabene und alle Arten von chemischen Konservierungs- und Duftstoffen.

Für welche Anwendung ist die PEAK TATTOO UND PIERCING Creme geeignet:

  • Sobald die gepiercte Stelle nicht mehr nässt und keine Kruste mehr bildet, also zur Nachpflege der verheilten Wunde um der Bildung von unebenem Narbengewebe vorzubeugen.
  • Zur Pflege von gereizten Hautstellen aufgrund von invasivem Piercen (Schießen, unsachgemäßes Stechen).
  • Bei empfindlichen Hauttypen, die herkömmliche Kosmetika nicht vertragen.
  • Für alle, die bei Ihrer Piercingpflege auch auf Nachhaltigkeit und eine hohe Qualität der Inhaltsstoffe achten.
  • Für Veganer.
  • HINWEIS: Die Creme nicht beim Zungen-Piercing verwenden und nicht auf Schleimhäute auftragen.

Professionellen Tattoo- und Piercingstudios senden wir gerne auf Anfrage ein gratis Probenmuster zu.

Hilfe, mein Piercing ist entzündet – welche Salbe hilft wirklich?

Trotz aller Prävention und Beachtung aller Maßnahmen zur richtigen Pflege, kommt es vor, dass sich das Piercing entzündet. Anzeichen dafür sind Schmerzen, Spannungsgefühle und Dehnen, Erwärmung, Rötung und Schwellung der betroffenen Stelle. Sollte die Stelle zudem noch nässend sein und die Beschwerden nicht innerhalb von 72 Stunden verschwinden, ist eine Behandlung erforderlich. In diesem Fall solltest du dein Piercingstudio aufsuchen oder ärztlichen Rat einholen, wenn sich ein Ausschlag um die gepiercte Stelle bildet und die Stelle juckt. Hierbei kann es sich um eine Allergie auf das Schmuckstück selbst, oder das verwendete Pflegemittel handeln.

Lass dich hinsichtlich entsprechender Pflegeprodukte und -maßnahmen für dein Piercing beraten. Fang bitte nicht an unnötig an deinem Piercing zu rütteln, oder es gar zu entfernen und mach keine Experimente mit bekannten Hausmitteln. All das kann nämlich die Beschwerden verschlimmern, den Heilungsprozess verzögern und sich zu einer übergreifenden Entzündung ausbreiten.

Solange die gepiercte Stelle nicht nässt und keine offenen Stellen aufweist, bist du mit unserer PEAK TATTOO und PIERCING Pflegecreme optimal versorgt. Im Zweifelsfall lass dich aber bitte ärztlich beraten ob du unsere Pflegecreme anwenden darfst.